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Die Wirbelsäule ist der zentrale Träger unseres Körpers. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass zwischen 40 bis 60 Prozent der Patienten, die einen Orthopäden aufsuchen, über Wirbelsäulenbeschwerden berichten. Die Wirbelsäule setzt sich aus den Wirbelkörpern, den Wirbelbögen, den Facettengelenken, der Bandscheibe, Querfortsätzen und umgebenden, stabilisierenden Bändern zusammen. Zwischen zwei Wirbelkörpern befindet sich die Bandscheibe. Auf jeder Seite tritt ein Spinalnerv aus. Dieser kann zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall eingeengt und gereizt werden. Jede einzelne Struktur als auch das Gesamtgefüge kann Rückenbeschwerden und ausstrahlende Beschwerden in die Arme oder die Beine verursachen. Auch die Muskulatur die unsere Wirbelsäule umgibt kann die Ursache von Wirbelsäulenbeschwerden sein. Die Beschwerden können durch einen Unfall oder am häufigsten durch Verschleiß auftreten.

Wir bieten Ihnen die gesamte Palette der konservativen Orthopädie an der Wirbelsäule. Manuelle / Chirotherapie, Physiotherapie, Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente bis hin zur bildwandlergesteuerten Infiltration helfen Ihre Beschwerden aufzuheben. Ist eine operative Therapie notwendig wird diese durch unsere erfahrenen Kooperationspartner durchgeführt.

 

Denervierung

Erklärung über die perkutane Radiofrequenz-Behandlung der kleinen Wirbelgelenke (RFA)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses sehen wir an verschiedenen Gelenken Verschleißprozesse, die mit entsprechenden Schmerzsyndromen, akut oder chronisch einhergehen. Die Radiofrequenzbehandlung stellt in diesem Zusammenhang, nach vorheriger spezifischer Austestung, eine minimalinvasive, schonende Behandlungsmethode dar. Die Wirksamkeit ist schon seit Jahren durch klinische Studien ausreichend belegt (u.a. 1975 Shealy C.N., Journal of Neurosurgery, Bogduk N. et al. 2008 The Spine Journal).

 

Bei diesem Verfahren wird eine dünne Kanüle, die einen ähnlichen Durchmesser wie eine Spritzenkanüle aufweist, unter Röntgenkontrolle direkt an die Strukur vorgeschoben, die für die Weiterleitung der Schmerzinformation an das Gehirn verantwortlich ist. Diese kleinen Nerven (Ramus medialis des Ramus dorsalis eines Spinalnerven) haben keine motorische Funktion ! Somit ist mit einem Verlust der Funktion eines Muskels nicht zu rechnen. Ist die Sonde richtig platziert wird diese unter einen milden Strom gesetzt. Sie spüren hierbei nichts oder wenig, da wir eine örtliche Betäubung durchführen, allenfalls ist ein leichtes Kribbeln oder Muskelzucken zu spüren. Die letzen 5mm der Sondenspitze erwärmen sich auf 80°C für eine Dauer von 60 Sekunden. Bei optimaler Wirkung ist eine Schmerzlinderung bis zu einem Jahr möglich und in der medizinischen Literatur beschrieben.

Nach dem Eingriff erfolgt eine kurze Überwachung bis man sich abholen lassen kann. Gehen und Stehen ist eigenständig möglich, sollte jedoch für 5-7 Tage auf ein Minimum reduziert werden.

 

Sehr selten sind Komplikationen publiziert worden; diese sind:

Bluterguss, Hämatom (ASS, Marcumar, Xarelto etc. sind vorher abzusetzen), Entzündungen an der Haut und Unterhaut, allergische Reaktionen auf Medikamente und Materialien, Nervenverletzung, Parese, Dysästhesie der Rückenhaut.